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Zuchttauben
Weitstrecke
Die Ausgangsbasis.
So
kamen Anfang der 80er Jahre gestandene Tauben in den Hohen
Westerwald, die einmal bereits ihre Klasse bei den Flügen des
europaischen Fondprogramms und zum anderen auch schon ihre
Zuchtqualitaten unter Beweis gestellt hatten. Es würde zu weit
gehen, hier all die Tauben aufzuführen, die ihren An-teil zum
Ruhme der Hermes-Schlage beigetra-gen haben. Doch einige der
nachfolgend beschriebenen Tauben haben aufgrund ihrer
Vererbungsqualitaten einen solchen Anteil an der Entwicklung
dieses europaischen Ausnahmeschlages, dass es nicht vertretbar
ware, sie hier nicht zu erwahnen. So beispielsweise
• der „Steenberger"ein
roter Vogel mit der Nr. H 75-2452792, gezogen von Cees de Groot
auB Steenbergen, der bei Cees de Baat sas. Cees de Groot war
zeitlebens ein Freund des legendaren Jan Aarden. Der „Steenberger"
brachte bei Raymund Hermes viele auBergewöhnliche
Weitstreckentauben;
unter anderem mit
der „Bostijn-Taubin" B-72-3464758, die aus einem Bruder
des „Be-noni" und einer Schwester des „Paspoort"
kam, den „Nachtflieger" 0647-81-1949, der 1985 den 2.
Preis nat. und den 3. Preis int. Perpignan errang. Der „Steenberger" ist auch der
GroBvater der Taubin 01003-88-3163, die im Jahre 1990 den l.
Preis int. Barcelona gegen 28 128 Tauben errang. Und auch im
Stammbaum der Taubin 06935-92-4184, die im Jahre 1996 den l.
Preis int. Pau errang, ist der „Steenberger" gleichfalls
an hervorragen-der Stelle vermerkt.
Raymund Hermes war
zu diesem Zeit-punkt kein Freund von roten Tauben. Des-halb
hatte er dem roten Vogel bei seinem Be-such bei Cees de Baat
auch keine Beachtung geschenkt. Er hatte lediglich dessen blaue
Taubin mitgenommen. Dass der „Steenberger" schlieBlich
doch zu einer der besten Zuchttauben auf den Hermes-Schlagen
wurde, ist der Beharrlichkeit Jean Hausouls zu danken, der
Raymund Hermes einen Tag spater doch noch von der Qualitat
dieses Roten überzeugen konnte. • der „464" NL
74.1886464, ein Sohn aus dem StammPaar von Marcel Braakhuis, den
Eitern der berühmten „Zwarte Moordenaars". Der
„464" kam nicht unmittelbar vom Kampionschlag aus Heer,
sondern über
einen Umweg in den Westerwald. Denn diesen Supervererber, seine
Nestschwester „463" und auch die Geschwister, den Vogel
„720" und die Taubin „721", hat Raymund Hermes
beim damaligen Fondkampioen der Provinz Limburg, Jo Gilissen, in
Cadier en Keer geholt. Jo Gilissen war lange Zeit mit Marcel
Braakhuis befreundet. Bei ihm bildeten die Nachkommen der
„Zwarte Moordenaars" die Grundlage einer sehr
erfolgreichen Fondkarriere.
Der „464" war es auch, der dem
Hermes-Schlag an der oberen Sieg den ersten internationalen
Sieger des europaischen Weit-streckenprogramms brachte, namlich
den Super-Vogel „2081" (0647-80-2081), der im Jahre 1983
den l. Preis international Pau errang und damit den Reigen der
zehn internationalen Siege für Raymund Hermes eröffnete. Der
„464", und seine drei Geschwister stehen sowohl bei den
Hermes-Schlagen wie auch bei vielen anderen Schlagen des
nationalen und internationalen Programms für zahlreiche Sieger
und As-Tauben. Sie sind in vielen Stammbaumen nationaler und
intemationaler Sieger-Tauben zu finden. So auch bei der Taubin
06935-96-231, die im Jahre 1997 den l. Preis int. Dax errang.
• der
„2081" (0647-80-2081), erfolg-reichster Sohn des
„464". Die erste Hermes-Taube, die in die „hall of Fame"
des europaischen Weitstreckenspiels aufgenommen wurde. Seine
Mutter ist die Taubin 03940-70-435, eine Taube aus der alten
Huyskens-Linie von Raymund Hermes. Sie kommt aus der Taubin
06940-66-90, genannt das „Müt-terchen", die Stamm-Mutter
des erfolgreichen Programmspiels bei Hermes-Neuhoff. Der Vater
der „435" ist der Vogel B 65-8007508, der zweimal
hintereinander den ersten Konkurs von Limoges im KV 32 gegen
jeweils 4000 Tauben errang. „Von nichts kommt also nichts",
kann man da einmal mehr feststellen.
Der „2081"
hat sich nach seinem glanzenden internationalen Sieg als
ebenso brillante Zuchttaube erwiesen. So ist er U. a. der
GroBvater der Taubin 06935-92-4184, die im Jahre 1996, ihrem
GroBvater nachei-fernd, den l. Preis int. Pau errang. Zusam-men
mit der ersten natlonalen Siegerin der Hermes-Schlage, der Taubin 0647-80-2166, die im Jahre 1982 den l. Preis
International Marseille errang, brachte der „2081" die in
der gesamten Fondw.elt bekannte Taubin „Eisa"
01063-83-547, die bei Jean Hausoul im südlimburgischen Epen
dessen erfolgrei-che Barcelona-Dynastie begründete. Die Taubin
„2166" kam aus zwei Heinemann-Tauben, die aus dem
Nachlass des früheren Verbandsprasidenten
Erich Heinemann
stammten.
Hans
Fussel
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